thomas propp hausseite
   
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wir bilden uns ein, der kern unserer selbstwahrnehmung sei irgendwie auch das innerste unseres selbst.

aber was ist dieses selbst? es mehren sich die stimmen, die sagen, das sei alles nur eine illusion. es gebe kein selbst, es gebe nur das warhrnehmen dieses vergänglichen körpers, in welchem sich das göttliche ganze verwirkliche, alle zeitlichkeit sei ohnehin illusion, vergangenheit und zukunft eine sinnestäuschung.

in der pause des denkens, in der leere des nichtfühlens, im raum zwischen den klängen taucht die verbindung zum großen alles auf.

hier, wo wir das ich gesucht und verortet haben, kann zum beispiel auch gar kein tod sein, den wir fürchten müssten, weil da gar nichts ist, was sterben kann. wenn also der körper krank wird oder blöde oder hinfällig und stirbt, dann ist das nur eine gischt im meer, das ewig und immer wellen trägt.

es gibt da diese blüten des denkens, des fühlens, das verzückte lauschen auf die klänge des lebens, aber der, welcher denkt, fühlt, lauscht bist nicht etwa du! es gibt dich doch gar nicht! wer da denkt, fühlt und lauscht, ist gott! er selbst schaut durch deine augen.

und das heißt doch, dass du dich getrost fallen lassen kannst! du musst nichts regeln, du kannst gar nichts regeln! du solltest einfach deine sinne lauschen lassen und das große theater genießen, so gut du kannst.

osho hat so oft gesagt, wir sollen doch um himmels willen das alles nicht so erst nehmen. überhaupt nichts. recht hat er, denke ich, wer wäre denn da, der etwas ernst nimmt? ein nervengeflecht, das sich aufspielt, als wäre es der herrgott. ist es aber nicht. solong: tho

 

 

ich bin du!